James Rizzi Ausstellung

Die Welt ist bunt und fröhlich

Pop-Art-Künstler James Rizzi in der KUNSTHALLESchlossSeefeld Von Gudrun Szczepanek

Zitate bekannter Motive wie hier die "Große Odalikse" von Ingres gibt es in der Werkreihe zu sehen

An diesem Sonntag eröffnet die Kunsthalle Schloss Seefeld eine fröhlich bunte Ausstellung mit Arbeiten des legendären amerikanischen Pop-Art Künstlers James Rizzi (1950-2011). Die Bilder entführen uns in ein New York mit farbigen Wolkenkratzern, zeigen den Hudson oder den Central Park. Vor allem aber zeigen sie die Menschen und das alltägliche, durch eine rosarote Brille gesehene Leben. Die Bilderwelten erscheinen von kindlicher Ursprünglichkeit, gleichermaßen überraschend und amüsierend. Daneben machte Rizzi auch Anleihen aus der Kunstgeschichte und zitiert zum Beispiel die „Große Odaliske“ von Ingres oder die „Schlafende Zigeunerin“ von Rousseau.

Schon während des Studiums in Gainesville an der University of Florida entwickelte er durch die Synthese von Malerei und Skulptur die Technik der 3D-Grafik.Verkaufte er anfangs seine Grafiken noch auf den Straßen von New York, so begann sein Aufstieg bereits 1977, als er, zusammen mit Andy Warhol und Roy Lichtenstein, im renommierten Brooklyn Museum im Rahmen der Ausstellung „Thirty Years of American Printmaking“ ausstellte.

Die Seefelder Ausstellung offeriert nun Arbeiten aus einer Privatsammlung, die einen Querschnitt von 1981 bis 2005 zeigen. Zu sehen sind vor allem Siebdrucke in der charakteristischen 3D-Technik. Dazu ließ der Künstler dasselbe Motiv zweimal drucken, wobei ein Bild als Hintergrund dient, auf dem das zweite Bild mit minutiös ausgeschnittenen Motiven in unterschiedlichen Abständen montiert ist. Dadurch entsteht der dreidimensionale Effekt, ähnlich den früheren Guckkastenbühnen, der den Betrachter in die kleinen bunten Welten entführt. Es sind durchwegs positive Welten, zu denen James Rizzi mittels Bildunterschriften Statements und Erläuterungen gibt. Eröffnung am 11. November um 11 Uhr. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 23. Dezember, Donnerstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr.